Besuch aus Frankreich

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April 2015 Die spitzenklasse bekommt Besuch. Eine Jugendgruppe aus Tourcoing, das ist eine Stadt in der Nähe von Lille (Nordfrankreich), schon fast an der belgischen Grenze, bekommt über das Deutsch-Französische Jugendwerk Gelegenheit, eine Begegnung mit ähnlich situierten Jugendlichen aus Deutschland zu erleben. Im Gegenzug sind die Jugendlichen der spitzenklasse gefordert, in Frankreich Fuß zu fassen. Das Vorhaben ist allein deshalb schon spannend, weil hier Jugendliche zusammenkommen, die eigentlich nicht auf eine Begegnung im Ausland orientiert sind... und die vordergründig auch keine gemeinsame Sprache haben. Also setzen wir die Hoffnung auf die non verbale Kommunikation. On vera. Das Programm steht. Montag: Kennenlernen und gemeinsame Stadtrallye, Dienstag: die jeweilige Region vorstellen und als eine Gruppe ein Drachenboot über den Beyenburger Stausee manövrieren; Mittwoch: Schwebebahnwerkstatt und Lunchen mit den Elefanten im Zoo; Donnerstag: HipHop und Modern Dance in der Wuppertaler Werkstatt für Tanz und Musik, anschließend Abtauchen in das Tal in der Zeit der Frühindustriealisierung.

Wuppertal hat eigentlich so viel zu bieten, dass vier Tage nicht ausreichen, aber ein Anfang kann gemacht werden.

 

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Montag, 27.April
Ils sont là! "Ich heiße ...und du?" "Je m'appele ...et toi?" Die ersten Redewendungen in der fremden Sprache gehen uns nicht so leicht über die Lippen. Aber nach ein paar Kennenlernspielen und besonders nach der binationalen Stadtrallye mit der Schwebebahn klappt die Verständigung schon ganz gut.

Die witzigen Selfies, die wir an sehenswerten Plätzen gemacht haben, bringen uns gemeinsam zum Lachen. Super! A demain!

Dienstag, 28.April
"Salut. Comment ca va?" Allen geht es gut, alle sind gespannt auf die Fahrt mit dem Drachenboot. Vorher werden aber noch die deutschen Fritten getestet, schließlich wohnen unsere Gäste an der belgischen Grenze und kennen sich aus mit den Kartoffelstäbchen. Das Drachenbootfahren erfordert Kraft und Teamgeist. Wenn man auch noch bis acht zählen kann, ist man enorm im Vorteil. Mit vereinten deutsch-französischen Kräften setzt sich das Boot in Bewegung, kommt voran und kentert nicht! Bravo!

Mittwoch, 29.April
Fotosafari im Wuppertaler Zoo! Löwen und Tiger scheinen zu wissen, was wir von ihnen erwarten und posen geduldig für uns. Eine Löwendame erlaubt sogar reichlich intime Einblicke! Das Wuppertaler Wetter schenkt uns einen sonnigen Nachmittag und bester Laune schießen wir massenweise Fotos.

Donnerstag, 30.April
HipHop ist angesagt! "Le Dieu" verlangt uns mit seiner Choreografie Einiges ab! Wir staunen, was sogar unsere Begleiter alles drauf haben! Danach wird's noch mal anstregend. Im Museum für Frühindustrialisierung werden wir mit Informationen überhäuft. Das macht so müde, dass zwei Jungs aus unserer Gruppe mehrere Höckerchen zusammenstellen pour faire dodo, schnarch! Im Geburtshaus von Friedrich Engels sitzen wir schließlich zusammen, lassen unsere gemeinsame Zeit in Wuppertal Revue passieren und sind uns einig: Wir wünschen uns einen Gegenbesuch in Frankreich! Freundschaften sind entstanden und einigen fällt der Abschied richtig schwer! Wir sagen "Auf Wiedersehen", wünschen "bon voyage" und freuen uns auf ein Treffen in Tourcoing.

 

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