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Alles spitze!

Für die Lust am Handwerken haben wir eine eigene Schreinerei - kleine Musikgenies werden von einem Profimusiker rhythmisch gequält - unsere Computer können nicht nur Textverarbeitung, hier können auch grafische Gestaltungen, Bildbearbeitung und Videoschnitt gelernt werden -

Praktikumserfahrungen werden professionell präsentiert - und selbst eigene Musikproduktionen können mit dem eigenen "Studio" ausprobiert werden - wir haben vor Street- und Breakdance genau so wenig Angst und Vorurteile wie vor der Ascotgavotte (und immer gute Profis in unserer Nähe) - Filme besprechen wir genau so gerne wie Theaterstücke - und Bücher lesen wir am allerliebsten - wir buddeln im Wald nach Insekten und Würmern und im Internet und im Lexikon nach Informationen - direkte Begegnung mit Menschen und der eigenen Geschichte, ob im Betrieb, im Museum oder in unserer Umgebung finden wir noch spannender - und freitags erwarten wir von unseren Küchenteams immer ein exquisites Mittagessen und hinterher eine blitzblanke Küche.

Wenn du willst, könnte es klappen.

Spitzenklasse

Wir räumen euch zunächst einmal alle Ausreden aus dem Weg: Hausaufgaben vergessen oder nicht gekonnt gibt es nicht bei uns. Alle Arbeiten werden in der spitzenklasse unter unserer Aufsicht und mit unserer Hilfe erledigt. Kein Buch gehabt! Auch dagegen sind wir immun, denn alle Bücher, Hefte, Lernprogramme, Stifte, Zirkel, Geodreiecke, Lineale, Taschenrechner, Zeichenblöcke, Farben und Kleber gibt es bei uns und die Materialien bleiben auch in der spitzenklasse.

Gegen Bauchweh gibt es Tee -
gegen Müdigkeit ein kleines Fitnessprogramm oder
auch schon einmal eine Auszeit im Ruheraum -
gegen Lustlosigkeit ein Lachen -
gegen Hunger ein Frühstück oder die Möglichkeit, sich ein Brötchen zu schmieren -
gegen Kummer offene Ohren und alle Hilfe, die du haben willst -
gegen Stress mit den Ordnungsbehörden ein gut funktionierendes System an Kontakten -
gegen Perspektivlosigkeit vier Betriebspraktika -
gegen eine unleserliche Handschrift Textverarbeitungsprogramme in fünf Computern -
gegen eine Matheschwäche setzen wir das unermüdliche Üben der Grundrechenarten -
gegen dein Vergessen setzen wir unser unerschöpfliches Erinnerungsvermögen -
gegen das Ziel-aus-den-Augen-verlieren gibt es auch schon einmal deutliche Worte.

Gerd Holl

Gerd 11.2014 von Tim


Ich heiße Gerd Holl. Ich bin Hauptschullehrer und das mit ganzer Seele seit den späten 70er Jahren. Als ich 1997 gefragt wurde, ob ich einen Kollegen kennen würde, der sich für ein Schulverweigererprojekt engagieren würde, hab ich nur kurz mit meiner Kollegin Carola Weinhold überlegen müssen und gesagt: Wir beide machen das. Damit brach eine der spannendsten Zeiten in meinem Berufsleben an: wir konnten einen ganz neuen und unbekannten Bereich schaffen. Das meine ich räumlich wie pädagogisch: Schule nicht in einer Schule machen können, mit Jugendlichen, die nicht mehr in die Schule gehen wollen; so recht konnten wir uns das nicht vorstellen. Wir hatten aber schnell unseren Leitsatz gefunden: Mit Lust und Mut. Das hält bis heute an. Und ich freue mich auch nach über zwanzig Jahren noch auf jeden Tag in der w.hip spitzenklasse. Und immer wieder gibt es nie geahnte Überraschungen: Eines Tages bekamen wir einen Anruf aus Frankreich. Wir wurden gefragt, ob wir uns eine Begegnung mit Jugendlichen aus Tourcoing vorstellen könnten, die nicht regelmäßig in die Schule gingen. Wir konnten, und jetzt haben wir die erste Runde erlebt und arbeiten an einer Konzeption, die uns die Fortführung erlaubt.

Ach so: gelernt habe ich Kunst, Deutsch und Erdkunde, aber in einer Hauptschule sind alle Kolleg*innen bereit, auch fachfremd zu unterrichten. Ich lege Wert auf eine politische Bildung und ein solides Allgemeinwissen und bin eher etwas ärgerlich, wenn mir Menschen gegenüber stehen, die sich für Nichts interessieren lassen. Deshalb müssen sich unsere Jugendlichen immer wieder auf vollkommen Unbekanntes einlassen. So haben wir aktuell das Angebot, mit einer französischen "gleichgesinnten" Gruppe in einen internationalen Austausch zu kommen, wahrgenommen (s. Projekte). Das war zunächst anstrengend, aber auch etwas ganz Neues und Exklusives. Wenn die Jugendlichen standhalten, dann haben sie einen riesen Schritt gemacht. Das Scheitern kennen sie ja schon.

Ganz viel Spaß macht mir das gemeinsame Kochen. Eigentlich müsste auch längst unsere "spitzenküche" als online-Kochbuch auf der homepage erschienen sein... Was nicht ist, kann ja noch werden.

Ich war viele Jahren einer der Vorsitzenden des Stadtverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die GEW ist ganz nah dran an der Schulpolitik des Landes und der Stadt, die Kolleg*innen und engagieren sich für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. GEW Wuppertal

Seit 2011 engagiere ich mich mit vielen Freunden, tunesische Freunde - oft Kolleginnen und Kollegen - dabei zu unterstützen, den Demokratisierungsprozess des Landes und die nachhaltige Entwicklung unserer Partnerregion im Nordwesten des Landes nach vorne zu bringen und durchzustehen. Tabarka e.V.

Damit nicht nur Schule mein Leben und die Freizeit bestimmt, gibt es seit über 30 Jahren die im Tal legendäre Band "KnappDaneben", in der ich das Baritonsaxophon spiele. KnappDaneben

Hallo!

Spitzenklasse

 

Du möchtest mehr über die w.hip spitzenklasse erfahren? Wir freuen uns darüber! Denn damit zeigst du, dass du aus dem "Teufelskreis" der Schulverweigerung aussteigen willst.

Dabei interessieren uns zunächst wenig die Gründe, die dich veranlasst haben, die Schule nicht mehr so ernst zu nehmen, wie Schule genommen werden muss. Alle unsere Jugendlichen haben andere und doch wieder ähnliche Gründe. Viele sagen jedoch, wer einmal mit dem Schwänzen angefangen hat, dem fällt es immer schwerer, wieder regelmäßig in die Schule zu gehen. Es fallen einem dann tausend Gründe ein, weshalb es dann wieder nicht klappt: die Freunde gehen auch nicht, es interessiert ja keinen, ob ich gehe oder nicht, mir ist heute nicht so gut, ich hab gar keine Lust, an der Spielekonsole im Saturn ist morgens weniger los, ich kann noch bis mittags im Bett liegen, weil die Nacht wieder so kurz war, gestern war wieder Party angesagt.

Dadurch hast du dir die Chance auf einen Schulabschluss "versaut" und damit dann auch Chancen auf eine Berufsausbildung, auf eine eigene Zukunft. Mit dem Angebot, das wir - die w.hip spitzenklasse - dir machen können, sieht das wieder anders aus. Wir nehmen deinen Wunsch nach einem Schulabschluss innerhalb der Regelschulzeit sehr ernst. Deshalb kümmern sich auch vier Erwachsene ganz intensiv um 15-18 Jugendliche, die alle auch dein Problem haben.

Carola Weinhold

spitzenklasse
carola
Ich heiße Carola Weinhold, bin 65 Jahre alt und Hauptschullehrerin. Zusammen mit dem Kollegen Gerd Holl habe ich 1997 die w.hip spitzenklasse ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit helfe ich mit Freude und Begeisterung schulmüden Jugendlichen dabei, wieder Fuß zu fassen und vielleicht sogar einen Hauptschulabschluss zu erlangen. Ich freue mich über jeden Jugendlichen, dem das gelingt und ich bin bereit, dazu beizutragen, was in meinen Kräften steht. Es macht mir Spaß, in vielen Fächern zu unterrichten und Projekte auszudenken, z.B. ein bewegendes Tanzprojekt, einen spannenden Austausch mit französischen Jugendlichen oder das Ausschildern eines wichtigen Wanderwegs in Langerfeld. Studiert habe ich die Fächer Deutsch, Biologie und evangelische Religion. In der w.hip spitzenklasse mache ich alles außer Chemie.

Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, einer Schülerin oder einem Schüler auf die Sprünge zu helfen, lese ich massenweise Bücher. Außerdem tanze und singe ich leidenschaftlich gern. Als Presbyterin meiner Kirchengemeinde Kirchengemeinde Vohwinkel und als Mitglied in einem Verein für Flüchtlingshilfe kümmere ich mich um die Menschen, die nach Flucht und Vertreibung bei uns Schutz suchen. Flüchtlingshilfe Wuppertal-West

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